Ökodesign- und Energielabel Richtlinie

Ganz Europa soll grüner heizen

In Europa sollen energieverbrauchsrelevante Produkte, also auch  Heizgeräte und -systeme, umweltgerechter und energiesparender werden.  Darum hat die EU zwei neue Richtlinien erlassen, die auf den  20-20-20-Zielen im EU-Klimaschutzpaket basieren. Danach soll —  verglichen mit 1990 - bis zum Jahr 2020 das Folgende erreicht werden:


Die Ökodesign-Richtlinie (ErP)
Die  Ökodesign-Richtlinie (Richtlinie 2009/125/EG) setzt den Rahmen für die  Festlegung von Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung  energieverbrauchsrelevanter Produkte (Energy-related Products). Deshalb  wird sie auch ErP-Richtlinie genannt. Sie gilt für ganz Europa und wurde durch deutsche Gesetze bereits umgesetzt. Die entsprechende  Durchführungsverordnung wird ab September 2015 verbindlich.

Die Energielabel-Richtlinie (ELD)
Gleichzeitig mit der Ökodesign-Richtlinie wird die dazugehörige  Energielabel-Richtlinie (ELD = Energy Labelling Directive) in ganz  Europa wirksam. Sie schreibt vor, dass zu jedem relevanten Produkt und  Systempaket ein Energieeffizienzlabel und ein Datenblatt zur Verfügung  stehen, um Verbraucher über deren Effizienz zu informieren.

Bundesregierung beschliet Reform des

Erneuerbare-Energien-Gesetzes

27.06.2014

Nach intensiver und kontroverser Diskussion hat heute der Bundestag die Reform

des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) beschlossen. Dabei wurde die

Beschlussempfehlung des Ausschusses für Wirtschaft und Energie (Drucksache

18/1891) angenommen, in der gegenüber dem bisherigen Regierungsentwurf

noch kurzfristige Anderungen vorgenommen wurden.

Zu den wesentlichen neuen Regelungen gehren insbesondere die grundsätzliche

Einbeziehung und Beteiligung der Eigenerzeugung an der EEG-Umlage sowie die

Umstiegsmöglichkeit von bestehenden KWK-Anlagen auf Biomethan.

Für die Eigenerzeugung in KWK wesentlichen Regelungen regelt jetzt der  61

EEG-Umlage für Letztverbraucher und Eigenversorger“.

Anteil der EEG-Umlage für die Eigenversorgung in KWK

30 % für Strom, der nach dem 31. Juli 2014 und vor dem 1. Januar 2016

verbraucht

wird,

35 % für Strom, der nach dem 31. Dezember 2015 und vor dem 1. Januar

2017 verbraucht

wird, und

40 % für Strom, der ab dem 1. Januar 2017 verbraucht wird.

Voraussetzung ist der Betrieb einer hocheffizienten KWK-Anlage, ein Monats-oder

Jahresnutzungsgrad von mindestens 70 Prozent und die Erfüllung von

Meldepflichten. Bei Nichteinhaltung der Kriterien erhöht sich die EEG-Umlage auf 100%

 

Jens Peters Gebäudetchnik

                                                                                                     

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